Wolz Nautic UnternehmensportraitGaukönigshofen. Ein paar Augenblicke gibt es im Leben, die bleiben unvergesslich. Der Moment, in dem Sie ihre neue Yacht betreten, dürfte dazugehören. Die Wahrscheinlichkeit, dabei ein Deck von Wolz Nautic unter den Füßen zu spüren, ist groß.
Das kleine Dorf Acholshausen liegt rund 600 km von der nächsten Küste entfernt. Hier riecht es nicht nach Salzwasser, keine Möwen kreischen. Wir sind in Franken, genauer im Ochsenfurter Gau. Hier mäandert der Main still durch eine von Landwirtschaft geprägte Landschaft. Ebenso fest verwurzelt mit ihrer Region sind hier die Menschen. Sie lieben ihre Bodenständigkeit. Und sie erledigen das, was sie anpacken, mit der Kraft der Ruhe und Zuverlässigkeit.
Diese solide Qualitätsbesessenheit hat Wolz Nautic mit modernster deutscher Ingenieurskunst vereint und sich so in den letzten Jahren die Marktführerschaft bei vorgefertigten Yachtdecks erarbeitet. Heute umfasst die Produktpalette nicht nur ein umfangreiches Deckprogramm für Serienboote, auch beste Referenzen im Semi-Custom und Supermegayacht-Bereich schmücken die Kundenliste. Kaum eine Werft von Rang und Namen, die sich nicht in den Auftragsbüchern der Gebrüder Wolz wieder findet. Seit diesem Jahr Mitglied der Deutschen Yachten, steht Wolz Nautic für eine Marke, die ihren Kunden höchste Fertigungsqualität „Made in Germany“ bietet.
Die heutigen Inhaber führen das Familienunternehmen in dritter Generation. „Since 1927“ steht unter dem in diesem Jahr weiterentwickelten Unternehmenslogo: „Wir verstehen das Familienerbe auch als Verpflichtung, unsere Kunden dürfen darauf zählen, dass wir persönlich mit unseren Namen hinter unserer Qualitätsphilosophie stehen.“, erzählen Andreas und Michael Wolz. Andreas verantwortet Produktion und Material, sein Bruder ist für das Kaufmännische zuständig. Den Maßstab für ihr Leistungsversprechen formulieren sie gerne fränkisch-einfach: „Vater und Großvater bewegten sich im Umfeld höchster Ansprüche, heute ist es eben an uns, diese zu erfüllen.“
Alte Tradition und neue Patente
Anfang der 80er Jahre stießen die Wolz-Brüder als Zulieferer erstmals vom Edel-Schreiner in das Spitzensegment der Schiffs- und Yachtbranche, eng verknüpft mit einem nur wenige Kilometer entfernten, beheimateten Yachtbauer. Die Expansion auf den europäischen Markt gelang ihnen, weil Wolz Nautic die semi-industrielle Fertigung auf ein vollendetes Perfektionsniveau etabliert hat. Diese Perfektion ist es, die Wolz Nautic-Decks kennzeichnet. Sie werden mit Rechnerunterstützung und neuester Software layoutet. Dies erlaubt den Kunden, jedes einzelne Detail schon vor der Ausführung auf die planerische Erfüllung ihrer Ansprüche zu prüfen. „Als Innovationsführer sind wir ständig auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten.“, so Andreas Wolz. Deshalb werden die Schiffsdecks beispielsweise nur noch per 3D-Lasertracker vermessen. „Das gewährleistet eine millimetergenaue Datengüte.“ Die dazugehörige Dokumentation gibt den Kunden darüber hinaus die Gewissheit, dass sie jedes Bauteil jederzeit absolut identisch nachgefertigt oder auf Wunsch gezielt abgeändert erhalten können.
Wolz Nautic vereint neueste CAD-Technologien, spezielle Vakuum-Verklebe-Techniken, für die das Unternehmen internationale Patente hält, und chemisches Know-how mit bester Holzverarbeitungstradition. Was in Acholshausen und im 30 Kilometer entfernten Werk in Langensteinach millimetergenau entwickelt und vorgefertigt wird, kann später auf der Werft ebenso exakt und unendlich schnell montiert werden. Rund 150 Wolz Nautic Facharbeiter sorgen dafür, dass es nur vier bis sechs Wochen von der Planung bis zur fertigen Installation eines Decks bei einem Serienmodell dauert, bei Individualprojekten je nach Größe ca. acht Wochen. Dabei fühlen sich die Franken dank größter Produktionsanlagen und einer breiten Produktpalette in der Lage, jeden noch so ausgefallenen Kundenwunsch in jeder Größe zu erfüllen. Aktuell ist beispielsweise neben der Serienproduktion und einigen weiteren Großprojekten ein Sonderauftrag für eine 115 Meter lange Supermegayacht in Bearbeitung.
Eine komplette Einrichtungsserie, etwa Tische und Gratings, sowie Spezialbauteile aus Formholz für Innen- und Außeneinsatz, je nach Wunsch unbehandelt oder lackiert, runden das Wolz Nautic Portfolio ab. Neu im Programm ist seit dem Sommer eine Bad-Serie: Waschbecken, Dusch- und Badezimmer Böden, die Wolz Nautic gezielt für den Einsatz in Kombination mit Dornbracht-Armaturen entwickelt hat und die höchste Ansprüche aus dem maritimen Bereich auch für ein luxuriöses häusliches Umfeld erschließen sollen. „Wir registrieren hierzu großes Interesse.“, formuliert es Michael Wolz sachlich. Und spätestens jetzt versteht jeder, dass es nicht unbedingt Salzwasser und Möwengeschrei braucht, um auf dem Meer Maßstäbe zu setzen.